Europa Russland

Die Moskauer Gigantomanie

von am 11. Juni 2016

Wo soll man anfangen wenn man was über Moskau schreiben soll? Die Eindrücke sind zu viele, die Dimensionen zu groß, die Strasse viel zu laut. Moskau hat alles, was ein normale Großstadt hat, nur eben gefühlt 20x so viel.

Und es wurde schon so viel über Moskau erzählt, wir werden sicher nicht unbekanntes entdecken. Daher schildern wir einfach mal unsere Eindrücke von diesen gigantischen Stadt.

Da wir aus diversen Berichten gehört haben, das man als Radfahrer in Moskau Kanonenfutter für Autos ist, haben wir entschieden 25km vor dem Zentrum, in der Vorstadt Odintsovo, in ein Hochhaus in 17.Stockwerk, unsere Quartier zu beziehen. Für die „Einreise“ nach Moskau haben wir ein paar Tipps von unseren Gastgeberin Christina bekommen: zuerst mit dem Bus bis zum Metro Station Pobedy Park, dann mit dem Metro weiter, damit kommt man überall hin. Also gut nichts einfacher als das ;).

Aber zuerst sollte der 40te richtig nachgefeiert werden. Nur wo? Wir haben uns für ein kleines Lokal direkt neben unseren Unterkunft entschieden. Von aussen recht unscheinbar, sollte es sich als eine traditionell ukrainisches Restaurant herausstellen. Wir wurden von Blumenfrauen empfangen, haben gut gegessen und sind später dann bei Bier und Vodka den ganzen Abend dort hängen geblieben. Spät am Abend sind wir dann auch mit den Angestellten ins Gespräch gekommen und nachdem Sie erfahren haben, was wir machen, wollten Sie gleich ein Foto machen und wir sollten diverse Sorten an Schnäpsen noch probieren. So hatten wir ein echt schönen Abend.

Am nächsten Tag ging es uns dementsprechend. Aber wir hatten nicht viel Zeit für Moskau, also sollte die Zeit gut genutzt werden und so sind wir vormittags Richtung Innenstadt aufgebrochen. Unsere erste Ziel sollte der kasachische Botschaft sein. Warum? Dazu mehr im nächsten Blogeintrag „Die Radkarawane von Ryzan“. Also los…Busfahrt, kein Problem, nur wo genau sind wir eingestiegen? Finden wir zurück? Ähm, naja wird schon. Endstation war jedenfalls der Metro Station. Tickets? Wo gibts Tickets? Ach ja Schalter, alles klar, alles steht in kyrillisch da, nix englisch. Naja etwas aus früheren Kinder Schulzeit ist doch im Hinterkopf hängengeblieben, also wen man alles ganz langsam liest, dann ist es halbwegs klar. Also Tickets besorgt und ab gehts: ca 60m in die Tiefe!!! Die Rolltreppe ist ja steil und ewig lang, man kommt sich vor als würde man mit Kumpels in den Stollen fahren. Das man ein Metro verpasst sollte keine stören, in 3-5 Minuten Takt trudelt die gleiche Linie ein. Aber man kommt sich vor wie in ein Museum. Überall Marmor, Gold und Prunk, wie es sich halt für Moskau gehört.Jede Station hat seine eigene Charakter und ist bereit eine Highlight in Moskau.

Metro ist geschafft, also raus in die City: Lärm, Verkehr, Autos überall wo man hinsieht. Auf 10-spuriger Strassen staut sich der Verkehr. Wir haben uns noch eine kleine Karte von der Innenstadt bei der Metro information besorgt und haben die Sehenswürdigkeiten gedanklich markiert, die wir in der kurzen Zeit sehen wollten. Highlight war sowieso der Kreml und der Roter Platz. Auf den Roten Platz sollten wir Nachmittag auch Christian treffen. Wir waren ja seit Vilnius in Kontakt, zuerst per Mail, dann per Whatsapp. Christian macht die gleiche Route wie wir, ausser das wir einen kleinen Umweg über Usbekistan und Tadjikistan machen. Wir haben uns auf Anhieb sehr gut verstanden und haben und bei Bier und Pizza unsere bisherigen Erlebnisse ausgetauscht. Christian ist ein bodenständiger, super sympathischer Berliner Typ. Wir haben uns am nächsten Tag auch getroffen und noch bis spät in den Abend gequatscht. fast hätten wir deswegen unseren letzten Metro verpasst. Das sollte übrigens nicht das letzte Mal sein, das wir uns getroffen haben, dazu aber später mehr 😉 (Stichwort: „Die Radkarawane von Ryzan“)

Die zwei Tage in Moskau waren wir Touris und haben noch diverse Plätze von Moskau angeschaut, so wie es uns die Zeit erlaubte. Natürlich ist die Zeit viel zu wenig, aber wir hatten ja nur 30 Tage Visum und mussten noch gut 1.200km bis zur Grenze schaffen. Wir waren sehr stolz die ersten 3.000km bis Moskau geschafft zu haben. Wir haben die Kälte und die Witterungen getrotzt und auch diverse schwierige Strassen, Höhen und Tiefen, auch persönliche, hinter uns gelassen. Man kann das nicht wirklich beschreiben, weil es einen selbst unwirklich vorkommt. Die Erlebnisse, so schnell sie nacheinander kommen, kann mann auch nicht so schnell verarbeiten.

Aber es hiess weiter Richtung Süden. Unseren nächsten Ziele sollten Ryzan, Pensa oder Samara werden. In Europa wahrscheinlich unbekannt, sind es Städte mit 500.000 – 1 Million Einwohnern. Spätestens zum Fussball WM 2018 werde aber alle die Städte doch kennen 😉

In diesen Sinne: Nastrovje!!

 

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