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Auschwitz – Krakau

Es ist eine Weile her seit unserem letzten Eintrag. Wir sind Richtung Osten quer durch Polen gereist. Da das Wetter nun besser wird, sind wir meist draussen, auch Nachts im Zelt. Mit der Polizei haben wir uns auch mittlerweile Bekanntschaft gemacht: an ein See haben wir unseren Zelt aufgeschlagen. Nachts um 1:00 hat es dann an unsere Zelt „geklopft“ – zwei Polizisten haben uns in gebrochenen englisch gefragt was wir hier tun. Dazu muss man sagen das die Polizisten in Polen bis auf die Zähne bewaffnet sind und man daher schon vornherein Respekt bekommt. Wir haben Ihnen erklärt, dass wir auf der Durchreise sind und nur eine Nacht am See übernachten. Nach der Prüfung unsere Dokumente meinte Sie, das alles soweit ok ist und wir bleiben können. Allerdings gab es en lautes Geschrei und Gerangel auf der anderen Uferseite und anscheinend hat eine zweite Streife jemanden gesucht. Nach der Aktion fiel es uns doch recht schwer wieder weiter zu schlafen und wir haben jedes Geräusch wahrgenommen, als würde sich jemand das Zelt nähern.
Wir haben nach einigen Tagen Auschwitz erreicht und eine sehr nette Familie hat uns in Libiaz in der Nähe von Auschwitz über Couchsurfing aufgenommen. Wir haben uns total heimisch, fast wie zur Familie gehörig gefühlt, das war schon was besonders. Marcel hat sogar als Geschenk für uns zwei T-Shirts gedruckt mit unseren Grenzenlos Tour Logo :)…Dafür möchten wir Marcel, seine Eltern Maria und Andreas und sein Schwester nochmals ein ganz besonders Dank aussprechen. Wir haben sogar Vespertüten mit Brotzeit mit auf den Weg bekommen. Die 3 Tage bei Euch werden wir nicht so schnell vergessen und Ihr seid jederzeit bei uns herzlich willkommen, wir hoffen wir sehen uns bald wieder.
Wir haben ein extra Tag für die Besichtigung von Auschwitz genommen. Wir haben letztendlich 6 1/2 Stunden für die beiden Lager Auschwitz I und Auschwitz – Birkenau gebraucht. Unsere Eindruck war von ersten Minute an beklemmend und unreal. Es gibt wenige Orte auf der Welt die so ein Gefühl vermitteln. Jeder sollte im Leben einmal nach Auschwitz, um das zu verstehen oder es nachzufühlen, es ist schwer das ganze in Worte zu fassen. Wir haben auch selbst nicht viel miteinander geredet, die einzigen die man hörte waren eigentlich nur die Guides für die einzelnen Besuchergruppen.

Da wir statt 2 Nächte letztendlich drei Nächte bei Marcel und seine Familie geblieben sind, haben wir am nächsten Tag das Universitätsstadt Krakau besucht. Wir sind mit dem Zug reingefahren und sind gut 4 Stunden durch Krakau spazieren gegangen. Wir haben in der kurzen Zeit auch das Krakauer Ghetto und Oskar Schindlers Fabrik angeschaut. Leider hat die Zeit nicht ausgereicht um weitere Sehenswürdigkeiten anzuschauen, aber wir haben versucht in der Kürze der Zeit viel zu entdecken.

Am nächsten Tag, nach eine schwere Abschied von Marcel und seine Familie, sind wir dann weiter gefahren, endlich bei Sonnenschein. Wir bekommen auch endlich etwas Farbe 🙂
Wir haben in ein Dorf nach einen Platz für das Zelt gesucht und haben eine größere Wiese entdeckt. Im Haus daneben haben wir gefragt ob das ein Problem wäre das Zelt aufzustellen. Marzena, die Besitzerin des Haus meinte, es wäre besser wenn wir dass Zelt bei Ihr im Garten aufschlagen würden und falls wir was benötigen, sollen wir einfach klingeln. Wir hatten auch einen netten Gespräch mit Ihr am Samstagabend und zum Frühstück, so das wir uns sehr wohl gefühlt haben.

Die letzten Tage haben wir in unseren Zelt übernachtet und haben statt Dusche die ersten Seen zum munter werden ausprobiert. Die Wassertemperatur tendiert zwischen 8 und 13 Grad, daher optimal zum wach werden. Wir freuen uns wenn die Seen wärmer werden und wir auch mal ausgiebig nach der anstrengenden Tagestour plantschen können. Bis dahin aber müssen wir die Zähne zusammen beissen.
Wir fahren weiter nun Richtung Warschau und sind noch ca. 10 Tage in Polen. Wir hätten nicht gedacht wie schön Polen ist und wie freundlich und zuvorkommend die Menschen sind.