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Über das Baltikum nach Russland

Nach der mehrtägigen Reise durch Polen sind wir als drittes Land in Litauen eingereist. Polen hat uns total gefallen, wir haben uns sehr wohl gefühlt und waren aber auch schon sehr auf das Baltikum gespannt.

Kurz nach der Grenze haben wir unsere Essensvorräte auffüllen wollen und sind dafür in den erstbesten Supermarkt rein den wir gefunden haben. Es hiess IKI. Man kommt sich dabei vor wie in ein 99 Cent Laden. Fast alles kostet 1 € oder weniger. Später sollten wir dann feststellen das es einer der teuersten Ladenkette in ganz Litauen ist. Haben aber sehr leckere Sachen wie z.B. 15 Quarkbällchen für ca. 2 € 😉 Der günstigste Supermarkt hat übrigens den dafür schlechtesten Namen, was garnicht dazu passt : MAXIMA.

Wir haben die meiste Zeit draussen gezeltet was im Baltikum überhaupt kein Problem darstellt. Sogar auf ein paar Privatgrundstücke konnten wir übernachten. Die meisten Anlagen sind bis Anfang Mai verlassen. So kommen die Leute erst zu Ihren „Dacia“ erst im Sommer. Nicht so für uns, wir haben jeden früh und Abends in den meist eiskalten Seen versucht uns zu waschen, was mehr oder minder gut gelungen ist, wenn man wie wir schmerzfrei ist. Wir hatten aber zum aufwärmen immer unsere Lagerfeuer. Es war ja noch recht kalt nachts un auch die meiste Zeit nass. eigentlich hat es fast immer geregnet. In der Zeit haben wir viel darüber gelernt wie man Feuer macht. Sogar Feuer im Regen und mit nassen Holz…. Ok wir haben auch teilweise etwas mit Spiritus nachgeholfen.

Die Strassen wurden, in Gegensatz zu Polen, leider immer schlechter. Teilweise sind wir in Lettland  nur noch auf Sand und Schotterstrassen unterwegs gewesen, das ganze gespickt mit teilweise 15% auf- und absteigenden Hügeln. Vor allem in Lettland war das eine Herausforderung.

Für Vilnius haben wir ein Couchsurfing Platz klar gemacht. Sigi, unsere Gastgeber hat uns die Stadt und die besten Kneipen und vor allem die besten Biersorten gezeigt. Er hat uns sogar 10km aus Vilnius raus begleitet, da er selbst Mountainbiker ist. Wir haben drei Tage lang eine Auszeit von unsere Tour genommen und mal auf den Putz gehauen und das Nachtleben voll ausgekostet. Dafür haben wir nach Vilnius 2 Tage gebraucht um an einen ruhigen See wieder einigermassen wieder zu Kräften zu kommen. Leider haben wir auch in einer Nacht unsere Kreditkarte verloren. Wir vermuten, da wir auf Tour noch bei einer Bank Geld abgehoben haben, das wir dort die Karte vergessen haben. In Litauen kommt nämlich bei den Automaten das Geld vor der Karte wieder raus und nicht wie man es gewohnt ist. Schlecht, wenn man da schon was getrunken hat.

Es wurde auch Zeit die Räder nach 2.000km auf Vordermann zu bringen und so haben wir auch in Vilnius die Räder in einen kleine Werkstatt gebracht, haben die Ketten tauschen und die Laufräder nochmal festziehen und zentrieren lassen.

Insgesamt waren wir ca. 10 Tage in Litauen und Lettland, da am 01.Mai unsere Visum für Russland begonnen hat und wir pünktlich an der Grenze sein wollten. Auch wenn wir nicht so viel Eindrücke sammeln konnten von den beiden Länder wie z.B. in Polen, haben uns die Länder mit den zum Teil unberührten Natur und Abgeschiedenheit, sehr gefallen.

Sonja hat die letzten Tage vor der Einreise dann ein Magenverstimmung bekommen, die sich später noch verschlimmern sollte. Ob das von Seewasser oder von ein Virus kam, wissen wir bis heute nicht. Dazu aber später mehr.